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Herzlich Willkommen,

an alle Besucher der Blogtour. Gestern wart ihr ja bei Lena von www.dierabenmutti.de zu Gast und hier wurden die Personen des Buches vorgestellt.
Heute ist ja mittlerweile schon Tag 4 der Tour und bei mir könnt ihr einen Beitrag zum Thema „Häusliche Gewalt“ lesen.

Definition des Begriffes:
Der Terminus der häuslichen Gewalt erfasst alle Formen von Misshandlungen – sowohl physische als auch psychische und sexuelle –, begangen an einem Familienmitglied, insbesondere einer Frau, durch andere (in der Mehrzahl männliche) Familienangehörige.

Ich könnte ja jetzt mit Statistiken und ähnlichem anfangen, aber ich denke, es wäre nicht unbedingt interessant, wenn ich hier anfange, Tabellen oder ähnliches aufzuführen. Ich habe einiges darüber gelesen und es ist so, dass ein sehr hoher Prozentanteil Mann gegen Frau ist, es gibt aber auch schon Frau gegen Mann und natürlich auf gegen Kinder. Es ist so, dass jede Variante, egal gegen wen, schrecklich ist.

Hier ein Link zu einer sehr interessanten Seite: Frauen gegen Gewalt

Es gibt in Deutschland ungefähr 400 Frauenhäuser, in die, die Opfer flüchten können. Viele machen es dennoch nicht. Persönlich stelle ich mir immer die Frage, wieso!?

Ich denke, hier kommt die psychische Gewalt zu tragen, denn man kann jemanden ja auch so fertig machen und einem so das letzte Fünkchen Selbstvertrauen rauben, dass man das Gefühlt nichts mehr wert zu sein. So bekommt das Opfer eine gewisse Abhängigkeit und traut sich nicht mehr weg.

Ich habe mehrere Artikel zu dem Thema durchstudiert und eigentlich alle schreiben, dass die Dunkelziffer sehr hoch ist und sich leider immer noch viele nicht trauen, sowas zu melden. Allerdings waren keine genauen Daten zu finden.
Was ich aber auch sehr interessant finde ist die Aussage, dass es keine deutlichen Unterschiede zwischen den Bildungsschichten gibt und so auch „höher“ gebildete Familien, dieses Problem haben können.

Hier noch ein Link zu einer Studie, in der die Ergebnisse im europäischen Vergleich gelistet werden.
Hier

Mir stellt sich die Frage, bleibt den Personen was zurück, die Gewalttätigkeiten mal erleben mussten. Bei sehr vielen Personen, gerade Frauen, bleiben Depressionen u.ä. zurück, wie ich gelesen habe.

Hier noch Statement einer 38jährigen weibl. Person:

Ja, man nimmt das Erlebte mit in die Zukunft und kann auch nicht mehr alles vergessen, oftmals verdrängt man jahrelang. Mich prägte die Gewalt in dem Sinne auch maßgeblich, dass ich Leuten, die Alkohol konsumieren, aus dem Weg gehe, weil man einfach nie genau sagen kann, welche Ausmaße das Verhalten im betrunkenen Zustand auf einen zukommt. Die Angst auf gewalttätiges Verhalten ist einfach zu groß, sodas auch Partys, Feiern usw. eigentlich eher eine Qual sind, als ein schönes Freizeitvergnügen. Das schränkt das Privatleben schon arg ein.

Die Strafverfolgung ist leider meist sehr unterschiedlich geregelt. Es gibt Verurteilungen wegen körperlicher Gewalt, aber auch zB. wegen übler Nachrede. Ich denke hier kommt es darauf, ob das Opfer einen „guten“ Richter bekommt. Persönlich finde ich, dass solche Täter zu wenig bestraft werden.

Ihr stellt euch sicher die Frage, was dieses Thema mit dem Buch zu tun hat?! 😉

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Also, im Buch lernen wir Kirby kennen, die mit ihrem Sohn eine Stelle als Köchin auf der Mine angenommen hat, was zuerst sehr verwunderlich ist, weil man ja denkt mit einem Kind geht man nicht so weit von der Zivilisation weg. Aber man erfährt als Leser, dass Kirby von ihrem ehemaligen Partner geschlagen und missbraucht wurde und auch psychisch fertig gemacht wurde. Kurz gesagt, sie wurde Opfer von häuslicher Gewalt.
Man erfährt auch im Buch, wie der Täter vorgegangen ist und zwar hat er die komplette Palette an Widerlichkeiten ausgepackt, auch als er das Kind holen will, probiert er Kirby zu erpressen und ähnliches.
In der Geschichte hatte Kirby Glück und konnte flüchten, in der Realität sieht das ganze dann doch etwas anders aus und nicht alle Opfer überleben oder können die Geschichte verarbeiten.

So, das war es nun für Tag 4 und morgen könnt ihr ein wunderbares Interview mit der Autorin lesen. (Vielleicht erfahren wir ja, ob noch ein Junggeselle auf der Mine einen Partner bekommt).
Das Interview wird von Kathleen von www.schnuffelchensbuecher.de

Liebe Grüße und vielen Dank für den Besuch,

Eva

PS: Wenn ihr bis 12.1.2017 meine Frage des Tages kommentiert, springt ihr in den Lostopf für ein Überraschungspaket Ain‘ all Silver!


Gewinnspielfrage des Tages:

Wenn ihr jemand Bekanntes hättet, der in solch einer Situation (Körperliche Gewalt) stecken würde, würdet ihr helfen oder seit ihr jemand, der sich nicht in fremde Angelegenheiten einmischt?

Gewinnerbekanntgabe erfolgt am 13.01.2017

Ausgelost wird unter allen Kommentaren

Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.

Comments

  1. jenny siebentaler Reply

    Hallöchen

    Ich glaube nicht das ich dauerhaft wenn ich so was mit ansehen oder miterleben müsste weg schauen könnte ohne mal zu handeln, egal wie mein Handeln aussehen würde ich würde mich ganz sicher einmischen wollen!

    VLG Jenny

  2. Hallo,

    wenn ich so etwas mitbekommen würde könnte ich nicht einfach wegschauen und würde versuchen zu helfen.

    LG
    SaBine

  3. Hallo,

    deine Frage ist eigentlich ganz schnell beantwortet und doch wird es viele geben die erstmal überlegen müssen.
    Ich bin generell für´s nicht weg sehen – würde passiv helfen indem in unterstütze, gut zurede und und und.
    Den den Absprung schaffen kann nur die Person selbst und dazu muss sie selbst aktiv werden – aber dazu hat sie meine 100%ige Unterstützung.

    • Hallo, du hast absolut Recht. Man kann jemandem nur helfen der es auch will. Ansonsten bringt es nicht viel, denn dann kommen die meisten ja wieder in solch eine Situation oder ähnliches.
      Lg, Eva

  4. Huhu,
    ganz klar ich würde helfen.
    Auch wenn es nicht immer einfach ist. Einer guten Freundin habe ich da schon einmal unterstützen können. Sie ist damals dazu gezogen und man wusste nur, das sie sich getrennt hat.
    Sie war mir schnell sympathisch und ich wollte ihr nur bei kleinen Dingen helfen, wie einkaufen fahren oder sonstige Sachen, damit sie nicht ständig ihren Ex fragen musste. Da wusste ich noch gar nichts von ihrer Geschichte. Denn man merkt es oft gar nicht.
    Aber ihre Geschichte hat mich sensibel werden lassen.
    LG Chia

  5. Hallo,
    natürlich würde ich versuchen der Frau zu helfen und sie dazu bringen den Mann zu verlassen und ihn anzuzeigen. Nur leider finden viele Frauen dazu nicht den Mut da sie mit weiteren Sanktionen durch die prügelnden Männer rechnen und einfach Todesangst haben.
    Hier zu helfen scheitert meistens an den Frauen.

    LG Sonja W.

  6. Hallo,

    ich finde dass man sich auf jeden Fall einmischen muss, da Gewalt bestraft gehört und den Opfer unbedingt geholfen werden muss.

    LG

  7. Stefanie Just Reply

    Ich definitiv zumindest versuchen zu helfen. Ich könnte das nicht mit ansehen wenn ich weiss, dass jemand Opfer solcher Gewalt ist.

    LG Steffi

  8. Pingback: Ankündigung der Blotgour "Ain't all Silver: Ketten aus Gold" von Amelia Reyns - Manjas Buchregal

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