Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar*!

 

Erscheinungsdatum: 28.02.2019
Seitenanzahl: 336 Seiten
Verlag: DTV
Erhältlich als:

  • Hardcover: 17,95 Euro
  • eBook: 14,99 Euro

Hier erhältlich: Verlag, Amazon**

 

Klappentext:

Emilios Welt ist geteilt. Auf der einen Seite das reiche Asaria. Auf der anderen Seite Cainstorm Island, überbevölkert, arm und von Gewalt zerfressen. Dort kämpft der 17-Jährige, umgeben von brutalen Gangs, gegen die Schulden seiner Familie. Eines Tages spricht ihn ein Mitarbeiter von Eyevision an und bietet Emilio einen Deal. Emilio willigt ein, sich einen Chip in den Kopf implantieren zu lassen. Dieser Chip ist an seinen Sehnerv angeschlossen und überträgt jeden Tag eine halbe Stunde lang, was Emilio sieht. Seine Videos, waghalsige Kletter- und Trainsurf-Aktionen, kommen an, die Zuschauerzahlen steigen langsam. Bis sein Leben eine unvorhergesehene Wendung nimmt: Emilio gerät in das Gebiet einer Gang und tötet einen der Anführer in Notwehr. Live und auf Sendung. Das Video verbreitet sich rasend schnell und Emilio wird zum Gejagten. Und zwar nicht nur von der Gang, sondern auch von Eyevision, die sehr eigene Pläne mit Emilio haben.

Quelle: Verlag

 

Meine Meinung:

Was für eine gelungener Debütroman. Ich bin hin und weg. Die Autorin schickt die Leser in die Welt von Emilio, dieser wohnt in einer Art Riesencity, aber mit vorherrschender Armut, als er das Angebot von Eyevision bekommt, sich einen Chip in den Kopf einsetzten zu lassen, welcher täglich 30 Minuten live geht und so die Bewohner von Asaria daran teilnehmen können. Asaria ist das Gegenteil von Cainstorm. Hier ist das Leben schön, ruhig und irgendwie langweilig, dadurch sind die Bewohner natürlich fasziniert von diesem ganzen Drama auf Cainstorm. Emilio will durch diese Einnahmen seine Familie unterstützen, was ihm auch relativ gut gelingt, allerdings gibt es einen schrecklichen Vorfall und dadurch wird er dann plötzlich zum Gejagten.

Die Geschichte hat mich richtig umgehauen, denn es war von Beginn an spannend und interessant, so wollte ich auch unbedingt wissen, ob Emilio seine Rettung gelingen wird oder nicht. Die Autorin hat einige Überraschungen im Plot, sodass ich begeistert war, denn mit diesen hatte ich nicht gerechnet und ich hatte vorher komplett in eine andere Richtung gedacht hatte. Die Jagd war actionreich und es gibt viele Emotionen. Richtig klasse.

Die Idee mit den Chips war richtig genial und eindrucksvoll umgesetzt, denn ich würde diesen Aspekt der Handlung, als sehr futuristisch bezeichnen. Allerdings waren für mich alle Dinge sehr plausibel erklärt und es scheint, als hätte die Autorin den medizinischen Aspekt sehr gut recherchiert.

Besonders loben muss ich das Setting, denn diese doch sehr dystopisch angehauchte Wellt, könnte auch aus der Realität gegriffen sein und ich denke auch, dass sich die die Autorin hier hat inspirieren lassen. Diese Müllberge, die bei den Armen sind und auch diese gelangweilten reichen Menschen, dass hatte was, wie ich finde. Die Atmosphäre würde ich auch als eher düster bezeichnen, gerade mit der Beschreibung des Überlebenwillens.

Die Protagonisten muss ich durchwegs als gelungen beschreiben. Es gibt eine Nebencharaktere, welche mir gut gefallen haben und die ich auch wirklich realistisch fand. Hervorgestochen ist für mich besonders Emilio, dieser war mir von Beginn an sympathisch und ich empfand ihn auch als authentisch. Ich meine, wer würde nicht seiner Familie helfen wollen. Seine Taten waren für mich auch sehr gut nachvollziehbar.

Der Schreibstil war locker und sehr gut verständlich, sodass das die gesamte Geschichte toll zu lesen war. Diese hat mich von Beginn an gefesselt und die Autorin hat mich mit ihrer Schreibweise absolut überzeugt, denn sie schreibt aus meiner Sicht sehr bildgewaltig und ich konnte mir die Welt toll vorstellen, denn es gibt so viele tolle Details. Die Handlung wird aus der Perspektive von Emilio erzählt, sodass man einer Menge Emotionen teilnehmen darf. Alles war auch richtig gut verständlich und man konnte der Handlung gut folgen.

Das Cover gefällt mir wirklich gut und ich finde es einen richtigen Hingucker.

 

Fazit:

Spannender Thriller, der absolut nicht nur für Jugendliche ist. Das Setting ist der Hammer, denn es regt zum Nachdenken an und von der Handlung war ich einfach begeistert und gefesselt. Absolute Weiterempfehlung von mir.

5 von 5 Sterne

 

Zur Autorin:

Marie Golien, 1987 in Wiesbaden geboren, wollte schon immer ihre eigenen Geschichten erzählen, nachdem sie ihre Kindheit in den fantastischen Welten von Hergé und Winsor McCay verbracht hat. Nach dem Abitur studierte sie Design mit dem Schwerpunkt auf interaktiven Medien, entwickelte Spiele-Apps und begann parallel dazu zu schreiben. »Cainstorm Island – Der Gejagte« ist nach einigen kürzeren Veröffentlichungen ihr erster Roman.

Quelle: Verlag
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