Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar*!

 

Erscheinungsdatum: 17.09.2019
Seitenanzahl: 544 Seiten
Verlag: Rowohlt Verlag
Erhältlich als:

  • Taschenbuch: 14,99 Euro
  • eBook: 9,99 Euro
  • Hörbuch: 9,95 Euro

Hier erhältlich: Verlag, Amazon**

 

Klappentext:

Die Geschichte der Charité geht weiter. Nach dem Bestseller „Hoffnung und Schicksal“ erzählt Ulrike Schweikert ein weiteres spannendes Kapitel aus der Welt des berühmten Krankenhauses. Im Berlin der ausgehenden Kaiserzeit kämpfen zwei Frauen um ihr Glück und für die Rechte von Frauen. Rahel Hirsch ist eine der ersten Ärztinnen, die an der Charité praktizieren. Doch als Frau unter lauter männlichen Kollegen hat sie es nicht leicht. Von Gleichberechtigung ist man selbst in der sonst so fortschrittlichen Hauptstadt noch weit entfernt. Das erlebt auch die junge Arbeiterin Barbara täglich. Sie schuftet in der Wäscherei der Charité und muss immer wieder erfahren, was es bedeutet, wenn Männer Frauen als Besitz betrachten.
Ungleicher könnten die beiden Frauen nicht sein, und doch werden sie zu Freundinnen. Während Rahel sich gegen Widerstände in der Charité durchsetzen muss und sich in den jungen Fliegerpionier Michael verliebt, schließt sich Barbara der Frauenbewegung an, kämpft für die Rechte der Arbeiterinnen und das Frauenwahlrecht. Doch dann bricht der 1. Weltkrieg aus und verändert nicht nur die Leben von Barbara und Rahel für immer …

Quelle: Verlag

 

Meine Meinung:

Dies ist der zweite Teil der Reihe um die Charité. Im Fokus stehen dieses Mal Rahel und Barbara, welche beide nicht unterschiedlicher sein könnten. Rahel ist eine junge Ärztin, die ihre Chance sieht und unbedingt an der Charité arbeiten will, obwohl sie weiß, dass es als Frau nicht einfach sein wird. Dann ist da noch Barbara, die als Wäscherin arbeitet und ebenso kein leichtes Leben hat.

Persönlich hat mir auch der zweite Teil wieder richtig gut gefallen, denn der Autorin ist es ebenso wieder absolut gelungen, eine tolle Atmosphäre schaffen. Man spürt durch die vielen Details regelrecht, wie schwer es damals für die einfachen Menschen war, denn es wirkte stellenweise sehr düster, so mein Empfinden. Das Setting in Berlin war auch authentisch beschrieben und ich fand vor allem die Beschreibung der medizinischen Abläufe sehr interessant und es fasziniert mich immer wieder aufs Neue, wie sich die Medizin gewandelt hat.

Die Erzählstränge der beiden Hauptprotagonisten war spannend und es war sehr unterhaltsam zu sehen, wie diese interagieren und so gut zusammenpassen, obwohl sie ja doch sehr unterschiedlich sind. Auch die Wandlung der beiden, als der erste Weltkrieg beginnt, war toll beschrieben. Der Spannungsbogen fand ich von Beginn an gehalten und ich konnte so das Buch auch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Die Protagonisten haben mir durchwegs sehr gut gefallen. Mein Favorit war Rahel, denn ich würde diese durchaus als mutig bezeichnen, wenn man mal überlegt, dass sie eine Frau ist und damals Medizin studiert hat und dann auch noch in diesem Bereit tätigt war. Sie machte einen authentischen Eindruck und ich konnte ihre Taten sehr gut nachvollziehen. Übrigens auch bei Barbara.

Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen. Die vielen historischen Aspekte machten einen toll recherchierten Eindruck, sodass das Buch im gesamten eine sehr runde Mischung aus Fiktion und Realität ist. Die Erzählperspektive wechselt immer wieder zwischen den Hauptcharaktere, was sehr schön vielfältig ist.

Das Cover finde ich sehr stimmig zum Inhalt der Geschichte.

 

Fazit:

Gelungener zweiter Teil. Sehr spannend und unterhaltsam. Kann ich weiterempfehlen.

5 von 5 Sterne

 

Zur Autorin:

Ulrike Schweikert arbeitete nach einer Banklehre als Wertpapierhändlerin, studierte Geologie und Journalismus. Seit ihrem fulminanten Romandebüt «Die Tochter des Salzsieders» ist sie eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen historischer Romane. «Die Charité. Hoffnung und Schicksal» schaffte es in die Top 10 Bestsellerliste. Ulrike Schweikert lebt und schreibt in der Nähe von Stuttgart.

Quelle: Verlag
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