Vielen Dank an den Verlag und netgalley für das Rezensionsexemplar*!

 

Erscheinungsdatum: 08.02.2019
Seitenanzahl: 240 Seiten
Verlag: Europa Verlag
Erhältlich als:

  • Hardcover: 20,00 Euro
  • eBook: 13,99 Euro

Hier erhältlich: Verlag, Amazon**

 

Klappentext:

Die Geschichte mutiger Frauen und Männer im Widerstand gegen das NS-Regime
Bern, 20. Juli 1974: Die 56-jährige Lily Kolbe zerreißt wütend die Zeitung, die über die heute stattfindenden Gedenkfeiern zum gescheiterten Attentat auf Hitler vor 30 Jahren berichtet. Sie kann es kaum ertragen, dass an ihren Mann Fritz Kolbe und ihren ehemaligen Chef Ferdinand Sauerbruch nie erinnert worden ist. Die acht Mitglieder der bis heute unbekannten Widerstandsgruppe »Donnerstagsclub« hatten sich nach dem Krieg geschworen, alles geheim zu halten. Lily will das Schweigen jetzt brechen. Sie greift zum Telefon und ruft Eddie Bauer, einen Journalisten der New York Times, an: »Ich bin bereit zu reden. Kommen Sie in die Schweiz! Sofort!«
Die einstige Chefsekretärin Sauerbruchs erzählt Bauer von den stillen Helden der Charité, die sich 1941 dazu entschließen, Nazi-Patienten auszuspionieren und ihren Tod, wenn nötig, zu beschleunigen. Als Lily 1943 beauftragt wird, den Mitarbeiter des Außenministeriums Fritz Kolbe zu bespitzeln, verliebt sie sich und kann ihn für den Widerstand gewinnen. Eine Zeit geht alles gut, doch bald häufen sich Besuche der Gestapo in der Klinik. Gibt es einen Verräter innerhalb der Gruppe? Die Lage spitzt sich nach dem 20. Juli 1944 dramatisch zu. Der Chef des Sicherheitsdienstes Ernst Kaltenbrunner überwacht persönlich die Charité. Als er versteckte Juden aufspürt, droht der Club endgültig aufzufliegen …
Journalist Bauer kann nicht fassen, welch brisante Informationen er bekommt. Bald jedoch interessieren sich auch andere dafür. Als Lily eine Wanze in ihrem Telefon entdeckt, kann sie selbst Bauer nicht mehr trauen.
Quelle: Verlag

 

Meine Meinung:

Durch die Serie “Die Charité” wurde ich auf diese Thematik aufmerksam und wollte mehr über Sauerbruch und die Kolbes erfahren.

Nach Beendigung kann ich das Buch von Hardinghaus absolut weiterempfehlen. Es war sehr spannend zu sehen, was der Donnerstags Club alles gemacht hat und es ist irgendwie schade, dass man die Kolbes vergessen hat. Ich fand das Setting, welches der Autor hier geschaffen hat, sehr ansprechend, denn Lily erzählt einem gewissen Bauer im Jahr 1974, was sich zur damaligen Zeit abgespielt hat und wie sie in die Charité gekommen ist.

Ich empfand die Geschichte als durchwegs spannend und ich war regelrecht gefesselt. Es gab ein Wiedersehen mit Personen aus der Serie, obwohl manche anders hießen. Persönlich mag ich es, wenn mir manche Personen schon bekannt sind, denn so kann gerade ein historischer Roman noch interessanter sein.

Der geschichtliche Aspekt und die damalige Zeit wurden vom Autor sehr geschickt verpackt und ich konnte mir nur ansatzweise vorstellen, wie schrecklich es damals war. Diese Dinge wurden aber spannend präsentiert und so habe ich mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt.

Die Charaktere waren gelungen beschrieben und ich muss sagen, dass ich gerade Sauerbruch sehr interessant fand. Ob er jetzt über alles Bescheid wusste oder doch nicht, kann ich nicht beurteilen. Ich kann nur sagen, dass ich ihn in dieser Geschichte sympathisch fand.

Die Nebencharaktere waren ebenso gelungen und authentisch beschrieben.

Der Schreibstil war trotz der schwierigen Thematik sehr locker zu lesen und alles machte einen sehr flüssigen Eindruck. Das Buch war sehr gut zu lesen und der Autor versteht es wunderbar eine spannende Geschichte zu präsentieren und nicht nur die historischen Dinge in den Vordergrund zu rücken.

Das Cover gefällt mir, denn es passt in seiner Präsentation zum Inhalt.

 

Fazit:

Spannende Geschichte, die absolut lesenswert ist. Kann ich definitiv weiterempfehlen.

5 von 5 Sterne

 

Zum Autor:

Dr. phil. Christian Hardinghaus, geb. 1978 in Osnabrück, promovierte nach seinem Magisterstudium der Geschichte, Literatur- und Medienwissenschaft im Bereich Propagandaund Vorurteilsforschung des Zweiten Weltkriegs. Er ist außerdem studierter Lehrer und schulisch ausgebildeter Fachjournalist. Hardinghaus arbeitet als Historiker, Autor und Journalist und schreibt neben Fach- und Sachbüchern auch Romane. Seine Artikel erscheinen in zahlreichen überregionalen Zeitungen und Magazinen. Er engagiert sich auch in der Ausbildung von Fachjournalisten. Die dem Buch zugrundeliegende wahre Geschichte des Frontarztes Helmut Machemer hat er in penibler Recherchearbeit und mit historischer Kompetenz gemeinsam mit dem Sohn des Protagonisten, Prof. Dr. Hans Machemer, aufgearbeitet und in einem Sachbuch zusammengefasst.

Quelle: Verlag

 

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