Vielen Dank an den Verlag und netgalley für das Rezensionsexemplar*!

 

Erscheinungsdatum: 10.09.2019
Seitenanzahl: 576 Seiten
Verlag: Berlin Verlag
Erhältlich als:

  • Hardcover: 25,00 Euro
  • eBook: 22,99 Euro
  • Hörbuch: 19,49 Euro

Hier erhältlich: Verlag, Amazon**

 

Klappentext:

„Und so steige ich hinauf, in die Dunkelheit dort drinnen oder ins Licht.“ – Als am Ende vom „Report der Magd“ die Tür des Lieferwagens und damit auch die Tür von Desfreds „Report“ zuschlug, blieb ihr Schicksal für uns Leser ungewiss. Was erwartete sie: Freiheit? Gefängnis? Der Tod? Das Warten hat ein Ende! Mit „Die Zeuginnen“ nimmt Margaret Atwood den Faden der Erzählung fünfzehn Jahre später wieder auf, in Form dreier explosiver Zeugenaussagen von drei Erzählerinnen aus dem totalitären Schreckensstaat Gilead. »Liebe Leserinnen und Leser, die Inspiration zu diesem Buch war all das, was Sie mich zum Staat Gilead und seine Beschaffenheit gefragt haben. Naja, fast jedenfalls.Die andere Inspirationsquelle ist die Welt, in der wir leben.«

Quelle: Verlag

 

Meine Meinung:

Seit ich das Buch um Desfred gelesen und auch die Serie gesehen, wusste ich das ich nochmals nach Gilead muss, denn es war mir einfach zu wenig und ich wollte mehr darüber erfahren. Endlich war es nun soweit und die Autorin hat die Fortsetzung am Start und diese hat mich absolut begeistert.

Die Geschichte hier setzt nicht direkt am Ende des Vorgängers an, sondern 15 Jahre später und zwar im Rahmen von Zeugenaussagen. Diese Aussagen erfolgen von drei verschiedenen Charakteren und immer im Wechsel. Ich will gar nicht zu viel verraten und sagen, wer diese Personen sind, aber eines kann ich euch sagen und zwar ist Tante Lydia mit dabei und man erfährt mehr über sie.

Persönlich hat mir auch dieses Buch der Autorin wieder absolut in seinen Bann gezogen, denn schon der Einstieg verlief sehr gut und ich war sogleich gefesselt. Die jeweiligen Abschnitten waren vielfältig und der Spannungsbogen wurde durchwegs gehalten. Auch ist der Roman absolut aktuell, denn man erfährt, wie die Politik verläuft und wenn man die Nachrichten erfolgt, ist es ja hier teilweise so ähnlich. Alles wird kontrolliert und die Leute werden unter Druck gesetzt, um ihre Ziele zu erreichen.

Die Aussagen der Zeuginnen erfolgt aus verschiedenen Perspektiven, darunter Lydia, die sich lieber etwas anschließt, als dagegen zu kämpfen. Die beiden anderen Zeuginnen hatten es in sich und ich könnte jetzt nicht sagen, welche der beiden ärmer dran war. Allerdings haben mich die beiden auch überrascht und man sollte unbedingt den Vorgänger kennen, damit man diese auch zuordnen kann. Die Zeugin, die in Gilead aufwuchs, hat viele Fragen, die ich hatte, beantwortet und man erfährt vieles über die dortigen Regeln und Lebensweisen. Die Autorin hat in diesem Zusammenhang auch wirklich viele Details parat, sodass ich noch besser in das Buch eintauchen konnte, stellenweise hat es mich auch absolut bedrückt.

Die Hauptcharaktere empfand ich alle als überzeugend und authentisch beschrieben. Diese werden von der Autorin auf sehr vielschichtige Weise beschrieben, sodass ich diese noch besser verstehen und deren Handlungen nachvollziehen konnte.

Die Nebencharaktere haben mich ebenso überzeugt und auch diese würde ich als interessant und authentisch bezeichnen.

Der Schreibstil der Autorin hat mir wieder wirklich sehr gut gefallen. Diese versteht es auf wunderbare Weise den Leser zu fesseln und sie macht auch sehr gekonnt auf Probleme aufmerksam, die absolut nicht sein sollten und dürfen. Trotz der schwierigeren Thematik war das Buch klasse zu lesen und es war auch alles sehr gut verständlich.

Das Cover finde ich sehr ansprechend und mir gefällt es wirklich sehr gut.

 

Fazit:

Bombige Fortsetzung, die absolut LESENSWERT ist. Einfach ein geniales Buch. Klare Kauf – und Leseempfehlung, allerdings muss man Teil eins kennen.

5 von 5 Sterne

 

Zur Autorin:

Margaret Atwood, geboren 1939 in Ottawa, gehört zu den bedeutendsten Erzählerinnen unserer Zeit. Ihr „Report der Magd“ wurde zum Kultbuch einer ganzen Generation. Bis heute stellt sie immer wieder ihr waches politisches Gespür unter Beweis, ihre Hellhörigkeit für gefährliche Entwicklungen und Strömungen. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem renommierten Man Booker Prize, dem Nelly-Sachs-Preis, dem Pen-Pinter-Preis und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Margaret Atwood lebt in Toronto.

Quelle: Verlag
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