Vielen Dank an den Verlag und netgalley für das Rezensionsexemplar*!

Erscheinungsdatum: 25.07.2018
Seitenanzahl: 368 Seiten
Verlag: Carlsen
Erhältlich als:

  • Hardcover: 18,00 Euro
  • eBook: 12,99 Euro

Hier erhältlich: Verlag, Amazon**

Klappentext:

Emma ist hübsch und beliebt, die Jungs reißen sich um sie. Und sie genießt es, versucht, immer im Mittelpunkt zu stehen: Das Mädchen, das jeden herumkriegt. Bis sie nach einer Party zerschlagen und mit zerrissenem Kleid vor ihrem Haus aufwacht. Klar, sie ist mit Paul ins Schlafzimmer gegangen. Hat Pillen eingeworfen. Die anderen Jungs kamen hinterher. Aber dann? Sie erinnert sich nicht, aber die gesamte Schule weiß es. Sie haben die Fotos gesehen. Ist Emma wirklich selber schuld? Was hat sie erwartet – Emma, die Schlampe in dem ultrakurzen Kleid?

Quelle: Verlag

 

Meine Meinung:

Über “Du wolltest es doch” habe ich schon einiges gehört, sodass ich nun die Möglichkeit ergriffen habe und das Buch gelesen habe.

Das Buch beschäftigt sich mit einem sehr realen Thema, welches jeden von uns betreffen kann und vielleicht auch schon hat. Es beschäftigt sich mit Vergewaltigung. Die Autorin hat dieser Thematik auf recht einfache, aber durchaus realistische Weise dargestellt. Es gibt in dem Buch zwei Abschnitte und zwar haben wir einmal “davor” und “danach”, dieser Abschnitt ist ungefähr ein Jahr später.

Der Einstieg in die Handlung ist mir wirklich leicht gefallen. Wir lernen hier Emma kennen. Sie ist auf den ersten Blick keine sehr nette Person. Auf mich wirkte sie sehr selbstsüchtig, verlogen, neidisch und so einiges anderes. Man erfährt auch, dass sie im sexuellen Bereich kein Kind von Traurigkeit ist und es scheint, als hätte sie alles unter Kontrolle. Allerdings kommt die entsprechende Nacht und man sieht, wie schnell und tief man fallen kann.

Im zweiten Abschnitt erfährt der Leser, wie es Emma ein Jahr nach dieser Nacht geht. Ich fand es hier vor allem interessant, wie von der Autorin viele aktuellen Probleme mit in die Geschichte eingebaut wurden. Hier sage ich nur als Beispiel: Mobbing im Internet. Man sollte sich auch im eigenen Leben, wirklich Gedanken hierzu machen. Es war für mich auch sehr erschreckend zu sehen, wie schnell man als Familie degradiert und schlecht behandelt wird. Man sieht hier, dass die Menschen einfach brutal sind.

Persönlich hat mir das Buch relativ gut gefallen. Es war interessant und auch emotional belastend, denn die Handlung könnte absolut aus dem realen Leben gegriffen sein. Die Thematik wurde auf erschreckend realistische Art von der Autorin beschrieben, obwohl es jetzt auf mich nicht zu aufdringlich gewirkt hat. Bei manchen Stellen hätte ich mir vielleicht einen Ticken mehr Details gewünscht, aber es so auch in Ordnung. Das Ende war übrigens einfach nur ehrlich und realistisch, was ich von der Autorin wirklich toll fand.

Der Schreibstil war sehr flüssig und ich fand das Buch toll zu lesen, obwohl es sich mit einer schwierigen Thematik beschäftigt. Die Handlung wird aus der Perspektive von Emma erzählt, was mir gefallen hat, denn es gibt sehr vielschichtige Einblicke in das Gefühlsleben von Emma gibt.

Das Cover finde ich jetzt ganz ansprechend und es passt gut zur Handlung.

 

Zur Autorin:

Die Autorin Louise O’Neill hat Themen wie Feminismus, Body Shaming und Selbstbestimmung zu ihren Herzensanliegen erklärt und mit ihren Büchern international zahlreiche Preise gewonnen. Sie lebt und arbeitet in West Cork, Irland, hat eine wöchentliche Kolumne im Irish Examiner und ist ein häufiger Gast in Fernseh- und Radiosendungen.

Quelle: Verlag

Fazit:

4 von 5 Sterne. Tolles Buch, welches mich noch immer beschäftigt. Emotional und interessant. Klare Kauf – und Leseempfehlung.

 

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1 Comment

  1. Ich muss gestehen, vor diesem Buch schrecke ich aufgrund der Thematik doch zurück und befürchte, dass es mich zu sehr mitnehmen würde. Aber es ist gut, dass es solche Geschichten gibt und auf diese Missstände hingewiesen wird. Auch wenn ich denke, dass diejenigen, die selbst mobben, das wohl leider nicht lesen werden, auch wenn es gerade solche Leute tun sollten :-/

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