Heute ist leider bereits der letzte Tag der “LitFair 2020” angebrochen und ich habe trotz des Corona Chaos ein Autoreninterview für euch. Dieses Mal durfte ich Janna Ruth interviewen, die durch die Ashuan – Riehe vielen bekannt sein dürfte.

Es sind richtig tolle Antworten geworden, aber lest selber. Übrigens kann man unter Janna Ruth mehr über sie und ihre Bücher erfahren.

 

Wie bist du auf die Idee mit Ashuan gekommen? Hattest du keine Angst, dass du dir mit so einem Projekt zu viel zumutest? 

 Ich war damals 17 und ein großer Buffyfan. Eines Tages hatte ich Besuch von meiner besten Freundin und jetzigen Ashuan-Lektorin. Wir hatten beide geschrieben und als sie sich am Ende die Schuhe anzog und sprichwörtlich zwischen Tür und Angel stand, habe ich ihr von einer fixen Idee erzählt. Wie wäre es, wenn wir mal was zusammen schreiben? Jeder entwickelt drei Charaktere und dann lassen wir sie miteinander reden. Wie Buffy sollte es sein. 

Tja, und leider waren wir beide perfektionistisch, so dass wir erstmal ewig an den Charakteren, Plot und dann sogar Staffeln gebastelt haben, bevor es losging. Damals habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht, wie groß das Projekt wird oder wie lange ich dabei bleiben muss. Die ersten drei Staffeln sind jeweils in einem Jahr entstanden und so dachte ich, dass ich nach sieben Jahre fertig sein würde. Aber das Studium kam, Familie, Kinder und so zogen fast 15 Jahre ins Land, bevor ich am Ende der vorletzten Staffel angekommen war (da bin ich übrigens immer noch). 

Und da um die Zeit meine Schreibkarriere losging, kam der Gedanke, dieses Herzensprojekt, dass mich nun schon länger als ein halbes Leben lang begleitet, noch mal ganz neu zu schreiben. Denn ernsthaft, mein Geschreibsel von damals will wirklich niemand lesen. Ist es zu viel? Nun, es bindet schon erhebliche Ressourcen, aber es ist eben ein Herzensprojekt und somit darf es das. 

 

Was dürfen die Leser als Nächstes von dir erwarten?

 Es geht bald weiter mit Ashuan. Durch die zwischengeschobene Märchenadaption mussten meine Leser etwas länger warte. Ansonsten stehen schon zwei Romane für Frühjahr 2021 in den Startlöchern. Eine Jugend-SciFi über verlorene Kindheitserinnerungen und ein englischsprachiger Gesellschaftsroman über die Christchurch Erdbeben, der wohl das persönlichste Werk ist, das ich je verfasst habe. 

 

Ich habe gelesen, du bist in Neuseeland. Hast du eine Herr der Ringe Tour gemacht? Oder kannst du sonst was absolut empfehlen?

 Ich wohne tatsächlich in Neuseeland. Ich bin 2009 zum Studium hingezogen und dann irgendwie dort geblieben, abgesehen von ein paar Zwischenjahren in Deutschland. Als meine Eltern das erste Mal zu Besuch kamen, haben wir tatsächlich eine umfangreiche Herr der Ringe Tour gemacht und ich kann einen Besuch in Hobbingen/Matamata unbedingt empfehlen. Ansonsten ist einer der schönsten Orte wohl die Westküste der Südinsel mit ihrem Regenwald. Die thermischen Quellen und Wunderlande rund um Rotorua sind auch einen Besuch wert und wenn man nach Neuseeland kommt, sollte man definitiv etwas Action mitnehmen: Caving (Höhlenklettern), Rafting (Wildwasser fahren) und Zorbing (in einem Plastikball den Hügel runter kullern) empfehlen. 

 

Die Cover von Ashuan Staffel 1 gefallen mir sehr. Hast du die in Eigenregie gemacht oder nur mit entschieden?

 Die Cover hat Marie Graßhoff für mich entworfen. Der Gedanke dahinter ist, dass es Filmpostern nachempfunden ist, schließlich ähnelt meine Serie ja doch sehr einer TV-Produktion vor allem mit ihrer Schreibart (die Leute sagen immer Schreibstil, aber die Entscheidung zwischen Drama und Prosa hat nicht wirklich etwas mit Stil zu tun). Normalerweise suche ich mich immer durch die Myriaden an Stockphotos, bis ich meine Charaktere gefunden habe und dann macht Marie den Rest. 

 

Jeder hat ein Lieblingsdessert. Welches kannst du mir empfehlen? Vielleicht mit Rezept.

 Eigentlich müsste ich jetzt Pavlova sagen, was in jedem Fall mein liebstes neuseeländisches Dessert ist und von dem ihr sicher das Rezept haben wollt, weil es einfach himmlisch aussieht, aber so ganz persönlich gehe ich mit Wackelpudding. Waldmeister bitte!  https://edmondscooking.co.nz/recipes/desserts/pavlova/ 

 

Ich hoffe, dass Interview hat euch gefallen. Wer nun Bock auf noch mehr Beiträge der LitFair hat, kann dies unter dem Hashtag #LitFair2020derTag machen.

Viel Spaß!

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