Vielen Dank an den Verlag und netgalley für das Rezensionsexemplar*!

 

Erscheinungsdatum: 28.09.2018
Seitenanzahl: 800 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Erhältlich als:

  • Hardcover: 22,90 Euro
  • eBook: 16,99 Euro
  • Hörbuch: 9,95 Euro

Hier erhältlich: Verlag, Amazon**

 

Klappentext:

Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reichs überwacht werdenErst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, regen sich Zweifel in ihr. Mit ihren Versuchen, ihm zu helfen, gerät sie nicht nur in Konflikt mit dem Regime, sondern wird auch in die Machtspiele ihres Vorgesetzten Lettke verwickelt, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet …
Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien – und deren totale Überwachung?
Quelle: Verlag

 

Meine Meinung:

Das Buch ist meine erste Geschichte des Autors und ich bin absolut begeistert. In dem Roman werden nämlich Fiktion mit Fakten vermischt und diese Idee ist einfach genial. Wenn man jetzt mal überlegt, dass die Nazis damals bereits, die aktuellen Techniken gehabt hätten. Einfach interessant.

Der Beginn in die Handlung ist mir ja nicht so leicht gefallen, denn es war schon sehr gewöhnungsbedürftig, wie die aktuelle Technik in die damalige Zeit eingebaut wurde. Interessanterweise hat der Autor auch so einige Bezeichnungen benutzt, die ich witzig fand, wie beispielsweise Programmstrickerin. Allerdings habe ich nach einer Recherche gesehen, dass diese Absicht benutzt wurden und ich habe mich dann auch daran gewöhnt. Generell war es aber für mich je weiter ich gelesen habe, immer spannender. An manchen Punkten musste ich dann auch überlegen, ob es wirklich immer so toll ist, wenn man so komplett überwacht wird, denn da können ja auch wirklich schlimme Dinge passieren. Ist auch nicht nur ein Problem im Buch, sondern passiert auch in der Realität immer mehr. Der Autor hat mich aber als Leser absolut fesseln können mit seiner Geschichte.

Hauptprotagonisten in diesem Buch waren Eugen und Helene. Beide arbeiten in unterschiedlichen Abteilungen des Amtes. Eugen als Datenanalyst und Helene ist für die Progammierungen eingeteilt. Als nun das Amt in das sogenannte Reichssicherheitsamt eingegliedert werden soll, wollen die Mitarbeiter den Reichsführer überzeugen.

Persönlich fand ich beide Erzählperspektiven sehr interessant, denn diese waren sehr abwechslungsreich. Unterhaltsamer fand ich aber die Perspektive von Helene, denn diese war zuerst wirklich unschuldig und nicht verdorben. Man erfährt auch so einiges über ihre Kindheit, aber ich fand ihre Reaktionen auf das Wissen, was mit den ganzen Daten angestellt wird, wahnsinnig ansprechend vom Autor beschrieben. Hat mir wirklich sehr gefallen. Die Erzählung um Eugen hatte auch was für sich und es geht recht brutal zur Sache. Er war mir aber auch nicht so sympathisch, wie Helene.

Generell würde ich die Charaktere in dem Buch als wirklich gelungen bezeichnen. Alle machten einen authentischen Eindruck und ich konnte auch die Taten der Personen sehr gut nachvollziehen. Ich würde auch sagen, dass einen wirklich gute Mischung geschaffen wurde.

Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen und war auch wirklich fesselnd, sodass ich das Buch gar nicht weglegen wollte. Die Geschichte wird aus wechselnder Perspektive der beiden Hauptprotagonisten erzählt, was wirklich sehr abwechslungsreich ist. Der Handlung konnte ich sehr gut folgen, da alles sehr gut verständlich war.

Das Cover gefällt mir sehr gut und ich finde es passt wunderbar zur Handlung.

 

Zum Autor:

Andreas Eschbach, geboren am 15.09.1959 in Ulm, ist verheiratet, hat einen Sohn und schreibt seit seinem 12. Lebensjahr.
Er studierte in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete zunächst als Softwareentwickler. Von 1993 bis 1996 war er geschäftsführender Gesellschafter einer EDV-Beratungsfirma.

Quelle: Verlag

 

Fazit:

5 von 5 Sterne. Toller Roman, der sehr nahe an der Realität ist und sehr zum überlegen anregt. Klare Kauf – und Leseempfehlung.

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