Vielen Dank an den Verlag und netgalley für das Rezensionsexemplar*!

Erscheinungsdatum: 23.02.2018
Seitenanzahl: 480 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Erhältlich als:

  • Hardcover: 22,00 Euro
  • eBook: 16,99 Euro
  • Hörbuch: 27,88 Euro

Hier erhältlich: Verlag, Amazon**

 

Klappentext:

Amsterdam, 1636. Pieter, der neue Lehrling von Rembrandt van Rijn, ist ein Sonderling. Vor allem seine Begeisterung für höhere Mathematik weckt Befremden. Seine Begabung kann er indessen unverhofft anwenden, als auf einmal die Preise für Tulpenzwiebeln in schwindelnde Höhen steigen und Pieter gewisse Gesetzmäßigkeiten erkennt. Doch dann werden mehrere Tulpenhändler tot aufgefunden, und Pieters Meister gerät selbst in den Sog dieser rätselhaften Mordserie. Denn alle Opfer wurden von Rembrandt porträtiert …

Quelle: Verlag

 

Meine Meinung:

“Tulpengold” ist nicht mein erstes Buch der Autorin und ich war so wirklich mal gespannt auf die Geschichte, denn es ist mal was anderes. Es ist nämlich so, dass uns die Autorin ins Jahr 1636 wirft und wir hier über die Aufklärung einer Mordserie lesen dürfen.

Allerdings wird die Handlung nicht aus der Sicht eines Polizisten erzählt, sondern von Pieter. Dieser ist ein bisschen speziell und zwar erfährt man im Laufe der Geschichte, dass er Autist, obwohl jetzt diese Bezeichnung während der Geschichte nicht gefallen ist. Außerdem ist er noch der neue Lehrling des Künstler Rembrandt. Man erfährt aber auch, dass er eine wahnsinnige Begabung mit Zahlen hat und plötzlich landet er dann auch noch mitten im Geschehen.

Ich fand die Geschichte um Pieter wirklich wahnsinnig spannend und interessant. Es ist ja so, dass man nicht nur über die Morde liest, sondern auch irre viele Informationen über die damalige Zeit und Lebensgewohnheiten erfährt. Diese Kombination fand ich wirklich sehr unterhaltsam und ich konnte mich dadurch auch sehr gut in die Handlung einleben. Die Autorin hat aus meiner Sicht eine wirkliche Liebe zum Detail und es gab so diverse Kleinigkeiten, die wirklich toll beschrieben wurden. Auch wirkte der Inhalt und gerade die historischen Details auf mich sehr gut recherchiert. Ich bin definitiv begeistert.

Etwas wirklich besonderes war die Darstellung von Pieter. Zuerst dachte ich, der ist doch ein bisschen seltsam, aber je weiter ich gelesen habe, desto sympathischer fand ich ihn. Ich fand es wirklich bemerkenswert, wie er versucht den ganzen Geschehnissen auf den Grund zu gehen und wie er sich nicht abschütteln lässt. Einfach eine tolle Charakterdarstellung.

Auch die Nebencharaktere muss ich als durchwegs gelungen bezeichnen, denn die Personen wirkten allesamt sehr realistisch und gut vorstellbar auf mich. Auch die Vermischung von historischen Persönlichkeiten, wie Rembrandt, mit fiktiven Charaktere hat mir gut gefallen.

Die Schreibweise war trotz der Thematik eher flüssig und leicht. Die Geschichte wird aus der Sicht von Pieter erzählt, was wirklich interessant ist. Die Autorin hat einen sehr bildhaften Schreibstil, denn es wurde wirklich alles bis ins Detail beschrieben und auch erklärt, gerade die Sache mit den Bildern und so, konnte ich mir dadurch wirklich besser vorstellen. Da Setting fand ich wunderbar, denn auch hier wurde einige Locations vorgestellt, die sehr realistisch auf mich gewirkt haben.

Das Cover ist ja wirklich entzückend. Es war wunderbar stimmig zur Geschichte und es wirkt sehr elegant auf mich. Da ich jetzt nur das eBook gelesen habe, kann ich leider nicht sagen, ob die Tuple auf dem Cover geprägt ist. Allerdings könnte ich es mir sehr gut vorstellen.

 

Zur Autorin:

Eva Völler hat sich schon als Kind gern Geschichten ausgedacht. Trotzdem verdiente sie zunächst als Richterin und Rechtsanwältin ihre Brötchen, bevor sie die Juristerei endgültig an den Nagel hängte. “Vom Bücherschreiben kriegt man einfach bessere Laune als von Rechtsstreitigkeiten. Und man kann jedes Mal selbst bestimmen, wie es am Ende ausgeht.”
Die Autorin lebt mit ihren Kindern am Rande der Rhön in Hessen.

 

Fazit:

5 von 5 Sterne. Klare Kauf – und Leseempfehlung. Es lohnt sich das Buch zu lesen.

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