Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar*!

 

Erscheinungsdatum: 22.08.2018
Seitenanzahl: 416 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch
Erhältlich als:

  • Taschenbuch: 16,99 Euro
  • eBook: 14,99 Euro
  • Hörbuch: 9,95 Euro

Hier erhältlich: Verlag, Amazon**

 

Klappentext:

Drei Frauen – getrennt durch ein halbes Jahrhundert, verbunden durch ein Versprechen 

Paris, 1940: Für die jüdische Studentin Judith wird es unter der deutschen Besatzung immer gefährlicher. Zusammen mit ihrer großen Liebe Christian, Sohn eines Bankiers, plant sie heimlich die Flucht. Doch plötzlich ist sie spurlos verschwunden.
Mehr als fünfzig Jahre später in Washington: Auf Jacobina lastet ein Versprechen, das sie ihrem Vater gegeben, aber ihr Leben lang nicht eingelöst hat. Sie soll ihre unbekannte Halbschwester Judith finden. Jetzt bleibt ihr nicht mehr viel Zeit. Da trifft sie auf die junge Französin Béatrice. Die beiden Frauen freunden sich an. Gemeinsam machen sie sich auf eine Suche, die sie weiter führt, als sie je erwartet hätten … 

Quelle: Verlag

 

Meine Meinung:

Das Buch verbindet drei Frauenschicksale, welche auf sehr unterschiedliche Weise verbunden sind. Wir haben hier Judith, die im Jahr 1940 in Paris lebte und es zur damaligen Zeit sehr schwer hatte. In der Gegenwart haben wir Jacobina, die eigentlich immer nur ihr Halbschwester Judith finden wollte, denn das hatte sie ihrem Vater versprochen. Nur hatte es bisher noch nicht geklappt, bis sie nun auf Béatrice trifft, die ihr versucht zur helfen.

Persönlich hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen, denn ich empfand wirklich beide Handlungsstränge als sehr interessant. Emotionaler würde ich jetzt die Erzählung aus dem Jahr 1940 bezeichnen, denn es war wirklich sehr traurig und schlimm, was die Menschen damals durchmachen mussten. Ich habe hier wirklich mit Judith mitgelitten und haben nur immer gehofft, dass es zu einem schönen Ende finden wird. Die Erzählung der Gegenwart fand ich auch sehr gut, allerdings war es hier spannender, denn man wollte als Leser, unbedingt sehen, ob es mit dem Auffinden von Judith klappen wird oder eben nicht. Allerdings beschäftigt sich die Autorin auch mit recht aktuellen Themen, wie den familiären Umständen von Béatrice, welche ich auch auch recht unterhaltsam fand.

Die Charaktere fand ich wunderbar beschrieben. Gerade die drei Hauptprotagonistinnen waren absolut gelungen. Jeder der drei war absolut authentisch und ich fand es gut dargestellt, wie jede von diesen ihr eigenes Problem hatte und mit diesem fertig werden musste. Gerade Béatrice empfand ich auch als wirklich sympathisch, denn ich konnte ihre Taten wirklich sehr gut nachvollziehen.

Die Schreibweise war sehr locker und flüssig, obwohl ja doch auch teilweise schwierige Themen behandelt werden. Die Geschichte war sehr angenehm zu lesen und ich war so fasziniert davon, dass ich das Buch nicht weglegen wollte. Übrigens wird in der Geschichte ein wahrer Hintergrund verarbeitet, welcher sich positiv auf den Lesegenuss auswirkt. Die Handlung wird aus wechselnder Perspektive der drei Hauptcharaktere erzählt. Zusätzlich gibt es auch immer wieder Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit.

Das Cover finde ich toll und es wirkt schön dezent, was aus meiner Sicht sehr stimmig zur Geschichte ist.

 

Zur Autorin:

Als Melanie Levensohn bei ihrer Hochzeit den Familiennamen ihres Mannes annahm, wurde sie zur Namensvetterin seiner französischen Großcousine, die in Auschwitz ermordet wurde. Deren tragische Lebensgeschichte inspirierte sie zu diesem Roman. Melanie Levensohn lebt mit ihrer Familie auf einem Weingut im kalifornischen Napa Valley.
1970 wurde sie in der Nähe von Frankfurt geboren, studierte Politikwissenschaften und Literatur in Frankreich und Chile und arbeitete später als Pressereferentin für die Weltgesundheitsorganisation in Genf und bei der Weltbank in Washington D.C..

Quelle: Verlag

 

Fazit:

5 von 5 Sterne. Toller Roman. Sehr interessant und auch emotional. Kann ich definitiv weiterempfehlen.

Loading Likes...

Write A Comment

*